Montag, 24. Dezember 2018

Ein Ziel ist die Grundlage von Effizienz

Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt...

Mit diesem Satz als Motivation rappelt man mühseelig auf und macht den ersten Schritt, dann noch einen und noch einen. Irgendwann weiß man wie man läuft und man geht weiter und schließlich rennt man... in die falsche Richtung!

Damit dies nicht passiert sollte man zuerst immer sein Ziel definieren. Ohne Ziel weiß man nicht, ob man auf dem richtigen Weg ist. Man weiß nicht, ob es bessere Wege geben könnte und somit kann man auch die Effizienz des aktuellen Weges nicht beurteilen. Man hat keinen Anhaltspunkt wieviel man schon geschafft hat auf dem Weg zum Ziel. Und sofern der Weg nicht selber das Ziel sein soll, ist man gut beraten, wenn man vor dem ersten Schritt darüber nachdenkt, wohin man will. Natürlich gibt es auch Menschen, die sich erstmal zu etwas ermutigen müssen. Dann kann man auch schon erste Schritte wagen ohne ein Ziel zu haben. Aber dann kann man sich immerhin noch auf dem Weg Gedanken über das Ziel machen und notfalls korrigierend eingreifen und die Richtung wechseln.

Eine Zieldefinition ist also für eine Effizienzsabschätzung unabdingbar und sollte eher früher als später erfolgen. Dabei sollte man das Ziel auch selber als nützlich ansehen. Es gibt genügend Beispiele, bei denen nur Ziele anderer Menschen kopiert werden, ohne dass vorher eigene Gedanken in die Sinnhaftigkeit dieses Ziel geflossen sind. Noch schlimmer ist es, wenn sogar nur ein bestimmter Weg kopiert wird, ohne zu wissen, wohin er führen wird. Daher sollte man sich möglichst bewusst sein, weshalb man ein bestimmtes Ziel erreichen will.

Das Ziel sollte möglichst genau definiert sein und der Weg dorthin sollte durch eigenes Handeln beeinflussbar sein. Zudem sollte das Ziel mit einer guten Wahrscheinlichkeit erreichbar sein. Dies heißt nicht, dass man sich keine ambitionierten Ziele setzen darf, sondern man sollte es auch realistischerweise erreichen können. Wenn man sich als Ziel setzt der beste Basketballer der Welt zu werden, kann man den Weg dorthin zwar beeinflussen, aber wenn man eine gewisse Körpergröße nicht erreicht, liegt dies außerhalb des eigenen Einflusses und das Ziel wäre somit praktisch nicht erreichbar. Sogar mit einer akzeptablen Körpergröße ist es sehr unwahrscheinlich genau der eine beste Spieler der Welt zu werden. Dieses Ziel ist somit nur äußerst schwer zu realisieren.

Eine gute Zieldefinition kann ebenso durch bestimmte Messgrößen vorgegeben sein, um zu sehen, ob man dem Ziel näher kommt oder nicht. Wenn man beim Basketballspieler bleibt, wären dies eine gewisse Anzahl an 3-Punkte-Würfen hintereinander zu meistern und/oder eine bestimmte Sprunghöhe zu erreichen. Dies sind beides messbare Ziele, bei denen man einen Fortschritt erkennen kann und weiß, ob man das gesetzte Ziel erricht hat. Ebenso kann man Schritte entwickeln, die das Erreichen des Zieles unterstützen können. Umso wirksamer diese Schritte einen zum Ziel bringen, desto effizienter sind sie auch.

Damit sieht man, dass ein Ziel die Grundlage des Effizienzgedankens bildet. Einerseits, weil ein Ziel die Grundlage ist, überhaupt erst ein zieltgerichtetes Bewegen in die gewünschte Richtung zu ermöglichen. Andererseits, weil das Ziel die Grundlage ist, um überhaupt die Effizienz des Erreichens abschätzen und messen zu können. Ob das Ziel erreicht wird, kann man somit wieder als Effektivität beschreiben. Wenn dies wiederum möglichst einfach erreicht werden kann, wäre es obendrein auch effizient.

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